An unserer Seite

Ökologisch bedeutet nicht altmodisch. Wir sind das neue Sauber. Mit simplen Tricks kombinieren wir ein modernes Leben mit einer nachhaltigen Lebensweise.

Johanna: Als moderne Öko beschäftige ich mich aktiv mit dem, was unser aller Zuhause ist: mit unserer Umwelt, unserem Klima, unserer Umgebung. 

„Second Hand: Einer meiner liebsten Beiträge zu mehr Nachhaltigkeit.“

Vor allem im Haushalt kann man so viel in Richtung Nachhaltigkeit umstellen: zu Ökostrom wechseln, recyceln, den Plastikverbrauch reduzieren. Wie wär’s zum Beispiel mit Bienenwachstüchern statt Frischhaltefolie? Wir können regionaler einkaufen, weniger Fleisch essen, wiederverwendbare Flaschen für unser tägliches Trinkwasser nutzen. Und mein absoluter Öko-Nachhaltigkeits-Favoritentipp: Second Hand! Das ist einfach für jeden machbar und es gibt so wahnsinnig viel Kleidung aus zweiter Hand, die nur darauf wartet, von einer nachhaltigen Fashionista aufgetragen zu werden. Ohnehin wiederholen sich Modetrends aus den verschiedenen Epochen, Schnitte kommen wieder zurück und ein Vintage-Stück wird plötzlich zum Trendteil. Was mir beim Second Hand Shopping außerdem immer wieder auffällt: Die Qualität der Kleidung von vor 30 Jahren übersteigt die der heutigen Ware oft um Längen. Ob Shirts, Pullover, Sweater, Kinderkleidung, Jeans, Jacken, Mäntel, Cardigans oder Taschen: Second Hand ist definitiv einer meiner liebsten Beiträge zu mehr Nachhaltigkeit. 

Info:

Wusstest du, dass du deine Second-Hand-Kleidung auch mit Waschmittel in Second Hand Flaschen waschen kannst? Denn Love Nature gibt es in ausgewählten Drogerien und Supermärkten auch zum nachfüllen.

Mathias: Mir liegen unsere Umwelt, unser Planet und die Kraft der Natur am Herzen. Deshalb interessiere ich mich für das Umweltgeschehen. Ich achte darauf, bewusster einzukaufen, zu essen, zu leben. Ich will Möglichkeiten finden, wie Mensch und Natur in Zukunft wieder im Einklang miteinander leben können. Und ein paar Ideen sind mir dafür schon gekommen. Ich bin ein moderner Umweltspießer!

Und trotzdem bin ich kein Veganer. Shame on me? Dass ich tatsächlich noch Fleisch esse? Vielleicht ergänze ich kurz: „Das Fleisch, das auf meinem Grill landet, hole ich immer frisch vom Bauern, wo es den Kühen gut geht.“ Außerdem versuche ich auch darauf zu achten, wie oft ich in der Woche Fleisch konsumiere. Ein guter Gedankenanstoß kann zum Beispiel sein, nur an Wochenenden Fleisch in die Gerichte zu integrieren. Denn es sollte doch etwas Besonderes auf dem Teller bleiben, oder? Stichwort „bewusster leben“. Ich finde, dazu gehört auch: bewusst nachhaltig produzierte Produkte kaufen. 

„Fairness wird das Schlagwort der Gesellschaft von morgen.“

Fairness sollten wir auch unserer Natur gegenüber zeigen. Zum Beispiel, indem wir Ressourcen nicht unnötig verschwenden. Genau deshalb bin ich ein großer Fan von Recycling und Upcycling. Das kann im Alltag so einfach sein. Mit einer guten Portion Kreativität und ein paar handwerklichen Kniffen kannst du aus Sperrmüll und Sachen, die andere einfach wegschmeißen, Großartiges machen. „Der Klassiker sind ja Möbel aus alten Paletten. Aber warum nicht auch mal eine Ecke weiterdenken. Ich habe sogar schon geschrottete Plastikbecher eingeschmolzen, um daraus Material für einen 3-D-Drucker herzustellen.“ Die Möglichkeiten sind praktisch unendlich!

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Manchmal kommt man aber auch mit kleinen Schritten zum Erfolg. Denn wusstest du, dass die Love Nature Flaschenkörper aus recyceltem Plastik gemacht sind?

Simone: Die Klimadebatte bewältigt man nicht mit einer Schwarz-Weiß-Mentalität. Es gibt doch so viele Graustufen dazwischen. Ich glaube, es geht nicht darum, dass jemand alles perfekt macht. Wir treffen jeden Tag hunderte kleiner Entscheidungen – für oder gegen nachhaltig. Vielleicht isst jemand Fleisch, aber fährt dafür immer Fahrrad und fliegt nie. Oder jemand isst Fleisch, lebt aber plastikfrei. Und andere leben vegan, kaufen Second Hand, aber fliegen sehr viel. Auch kleine Erfolge machen in der Summe einen Unterschied. Das Wichtigste ist einfach, dass wir unser Bestes für Mutter Natur geben.

„Bewusstsein für Nachhaltigkeit ist nicht schwarz-weiß.“

Wenn wir über Nachhaltigkeit sprechen, ist die Ernährung sicherlich ein ganz großes Thema. Auch für mich persönlich. Ich esse kein Fleisch, seit ich fünf Jahre alt bin. Und seit ungefähr sieben oder acht Jahren lebe ich vegan. Das ist mein Herzensthema. Ich muss aber an meine eigene Nase fassen und feststellen, dass ich noch immer viel fliege, und versuche gerade, das zu reduzieren. Außerdem benutze ich in meinem Job als Tätowiererin aus hygienischen Gründen leider mehr Plastik als mir lieb ist. Das ist auf jeden Fall ein Thema, an dem ich selbst noch arbeiten muss. Die Tattooindustrie versucht gerade vor allem bei Einwegprodukten wie Griffstücken, plastikfrei oder biodegradable zu arbeiten. In diesem Feld wird es hoffentlich noch viele Veränderungen geben. Denn was nützt es, wenn ich sonst privat auf Plastik verzichte, aber in meinem Job umso mehr produziere?

Ich denke, wir können es uns nicht mehr leisten, nicht nachhaltig zu denken oder seine eigenen Bedürfnisse über das große Ganze zu stellen. Weil wir alle ein Stück Verantwortung für die Zukunft unserer Erde tragen. Wir alle wollen wahrscheinlich unseren Lebensstandard nicht reduzieren und weiterhin den Komfort genießen, den wir in den letzten Jahren gelebt haben. Aber es wäre doch einfach toll, wenn das nicht unbedingt mit einem negativen Impact auf unsere Umwelt einhergeht. Und es stattdessen Produkte gibt, die recht wenig Müll produzieren, möglichst umweltfreundliche Inhaltsstoffe enthalten, nicht mit Tierversuchen entstanden sind und trotzdem gut funktionieren. Da sind wir uns alle einig, oder?

Mia & Mai: Gemeinsam verzichten wir in unserem Alltag auf einige Dinge, die dem Klima schaden und die wir ohne großen Aufwand vermeiden können: Ich habe meiner Tochter zum Beispiel beigebracht, dass ein Auto überflüssig ist. Statt mit dem Auto sind wir mit Bus, Bahn, dem Fahrrad oder zu Fuß unterwegs. In puncto Ernährung kaufen wir viel Bio ein und haben unseren Fleischkonsum ziemlich runtergeschraubt. 

"Ich habe meiner Mama beigebracht, dass man Second Hand coole Teile finden kann."

Apropos Konsum: Ich habe meiner Mama beigebracht, dass man coole Second Hand Teile finden kann. Und wenn’s mal ein neues Teil sein soll, stellen wir uns vorher die Frage: „Brauche ich das T-Shirt wirklich oder habe ich nicht schon Ähnliches in meinem Schrank?“ Als Mutter und Tochter wollen wir allen zeigen: Man ist nie zu alt, um etwas Neues zu lernen. Auch Eltern können sich von ihren Kids manchmal eine Scheibe abschneiden, aber auch umgekehrt.

Stefania: Sich bewusst mit Nachhaltigkeit zu beschäftigen, sollte eigentlich für jeden selbstverständlich sein. Wer in seinem Alltag nachhaltig einkauft, putzt und kocht, kann damit schon so viel Gutes für die Natur tun. Davon bin ich als moderner Hippie überzeugt. 

„Lasst uns Nachhaltigkeit zu etwas Simplem machen.“

Und das soll überhaupt nicht abgehoben klingen. Denn ein moderner Hippie ist auch nur ein Mensch wie du und ich. Ich möchte Nachhaltigkeit zu etwas Simplem machen. Und dafür gehe ich einfach etwas bewusster durch meinen Alltag. Was landet in meiner Pfanne, wenn ich Mittagessen für mein Kind und mich koche? Am liebsten: regionales Gemüse vom Wochenmarkt, das ich in Mehrwegbeuteln aus Baumwolle statt Plastiktütchen verpacke. Und zum Einkaufen fahre ich natürlich mit dem Fahrrad statt mit dem Auto. Eigentlich ganz simpel, oder?