Was ist Upcycling? Aus alt mach neu
Upcycling
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Upcycling

„Upcycling“ – ein Begriff, den du bestimmt schon einmal gehört hast. Aber was ist Upcycling genau? Das Prinzip kennst du vielleicht noch von früher, als du ein Kind warst. So wurde aus alten Klopapierrollen ein Fernglas gebaut oder alte Plastikbecher und Schnur wurden zum Telefon umfunktioniert. Man kann beim Upcycling also grob vom Basteln sprechen. Gegenstände werden auf kreative Art und Weise zweckentfremdet und weiterverwendet. Bestenfalls dann, wenn sie in ihrer ursprünglichen Funktion zu nichts mehr taugen. Anders als beim Recycling also, wo Gegenstände in ihre Rohstoffe zerlegt werden und etwas Neues entsteht.

Der Begriff Upcycling bildet sich aus den englischen Wörtern „up“ (nach oben) und „recycling“ (Wiederverwertung) und wurde erstmals im Jahr 1994 von dem Ingenieur Reiner Pilz geprägt. Dieser leitete zu der Zeit ein Unternehmen namens Pilz GmbH in Burgdorf. Ein Hauptbestandteil seiner Arbeit war die Wiederverwendung von Rohstoffen. Beim Abriss von Häusern wurde zum Beispiel darauf geachtet, dass die Ziegel nicht zerstört werden, um sie später in einem neuen Haus wieder verbauen zu können. Beim herkömmlichen Hausabriss wurde recycelt: Der Bauschutt wurde geschreddert und als Untergrund für weitere Bauarbeiten genutzt. Das heutige Konzept des Upcyclings hat also seinen Ursprung auf Baustellen aus den 90ern.

Dass Upcycling nachhaltig ist, ist klar. Wenn nichts weggeworfen wird, entsteht kein Müll. Logisch. Gerade was Möbel angeht, ist das Thema Wiederverwenden und Upcyceln sehr präsent. Das hat natürlich auch mit den damit verbundenen Kosten zu tun. Wer ein kleines Budget hat, für den sind upgecycelte Möbelstücke eine günstige Alternative. Oder man baut sie sich einfach selbst. Vielleicht auch gemeinsam mit Freunden oder mit der Familie.

Social Media sind voll mit cleveren Ideen, wie man aus altem „Schrott“ neue, nützliche Helfer kreieren kann. Unter dem Hashtag #upcycling findet man ganze 3 Millionen Beiträge auf Instagram. Und auch wir von Love Nature haben bereits einige grüne Ideen geteilt. Vom Vogelfuttertrog aus alten Plastikflaschen über ein Minigewächshaus bis hin zum selbstgießenden Blumentopf – unsere „Bock auf Basteln“ Instagram-Posts sind gespickt mit nützlichen Einfällen. Und die kann man ganz einfach auch allein umsetzen.

Wir sollten uns immer genau überlegen, was wir wegwerfen und woraus man noch etwas machen kann. Mit offenen Augen durch die Welt zu gehen, ist wichtiger denn je. Denn wer genauer hinschaut sieht: Fast alles lässt sich upcyceln. Und das Schöne an den Projekten ist, dass man sie allein oder zusammen umsetzen kann. Dabei wird die Kreativität angeregt und das Glücksgefühl, etwas selbst geschaffen zu haben, ist ein toller Grund, um Upcycling-Projekte einmal auszuprobieren.

Hast du auch ein paar clevere Ideen auf Lager und Lust uns weiterzuhelfen? Dann sag uns, was du denkst, und teil deine Meinung zum Thema Upcycling in dieser Umfrage mit uns. Hier geht’s lang!